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Organic Disco – die nachhaltigste Party der Stadt sucht Verstärkung
Nach den beiden erfolgreichen Veranstaltungen 2010 und 2011 in der Centralstation Darmstadt geht die Organic Disco erstmals auf Sommertour – und das gleich im Doppelpack: Am Freitag, dem den 1. Juni, feiern wir gemeinsam mit Karma Konsum die nachhaltigste Party Frankfurts im King Kamehemeha Club. Am 2. Juni laden wir ein zur ersten Organic-Disco-Fahrradtour, einer Fahrt ins Grüne vom 603qm quer durch Darmstadt an einen geheimen Ort. Die heiße Planungsphase hat begonnen – Zeit unser Organic-Disco-Team zu unterstützen! Klick dich durch unsere Präsentation und bewirb dich, wenn dir unser Angebot gefällt.
Organic Disco im Doppelpack: Die nachhaltigste Party geht auf Tour
Nach zwei erfolgreichen Organic Discos in der Centralstation, 2010 und 2011, geht die Organic Disco in diesem Sommer auf Tour: Am Freitag, dem 1. Juni feiern wir gemeinsam mit Karma Konsum die nachhaltigste Party Frankfurts im King Kamehemeha Club, am 2. Juni laden wir ein zur ersten Organic-Disco-Fahrradtour, einer Fahrt ins Grüne vom 603qm, quer durch Darmstadt an einen geheimen Ort!
Mash Up meets Organic Disco – Die nachhaltigste Party Frankfurts
Wenn am Freitag, dem 1. Juni 2012, im Frankfurter King Kamehameha Club die Organic Disco steigt, trifft Clubkultur auf Klimaschutz. „Mash Up meets Organic Disco“ ist das offizielle Abschlussevent der sechsten KarmaKonsum Konferenz und Ziel des diesjährigen KarmaRides. Los geht’s um 18 Uhr. Von der Frankfurter Hauptwache werden die mehr als 300 erwarteten Teilnehmer quer durch die Innenstadt zum King Kamehameha Club radeln. Und hier wird fleißig weiter gestrampelt. Denn den Strom für den Sound der Party liefert die europaweit einzigartige „Fahrraddisko“. Nur wenn die Partygäste auf den Spezialrädern ordentlich in die Pedale treten, gibt’s Bass auf die Ohren. Unterstützt wird die klimaneutrale Party von Hauptsponsor ENTEGA und Alnatura.
Von Recycling-Flyern über Bio-Cocktails bis zu energiesparsamen Lichtkonzepten steht bei der Planung die Klimafreundlichkeit im Fokus. Unvermeidlicher CO2-Ausstoß wird durch Aufforstungs- und Waldschutzprojekte ausgeglichen. Dafür kooperiert die Organic Disco mit der Forest Carbon Group. Damit nicht nur kurz, sondern auch langfristig Energie gespart wird, ermöglicht das Energiereferat Frankfurt in Kooperation mit der Green Music Initiative eine Energieberatung, die zeigt, wo sich im Clubbetrieb des King Kamehameha der Energieverbrauch reduzieren lässt.
Die Mash-Up-Abende im King Kamehameha an jedem ersten Freitag im Monat sind legendär. Für treibende Beats auf dem Dancefloor werden Superheld „Mash-Up-Man“ und DJ Bootica sorgen. Mit House, Old School, Charts und golden Oldies gibt’s den nachhaltigsten Clubmix der Nacht. Dazu setzt VJ Stefan Daub mit seinen Videoinstallationen visuelle Highlights. Als Special erwartet die Partygäste ab 20 Uhr ein Pre-Opening-Event mit Fahrraddisko, Live-Musik, Bio-Drinks und Bio-Snacks vor dem King Kamehameha.
Die wichtigsten Daten im Überblick:
Mash Up meets Organic Disco
1. Juni 2012
Pre-Openening 20Uhr, Clubeinlass 22 Uhr
King Kamehameha Club, Hanauer Landstraße 192, 60314 Frankfurt
DJ: DJ Bootica (München)
Abendkasse: 10,00 €
Die Fahrt ins Grüne: Radeln für den Klimaschutz
Die Organic Disco geht auf Tour. Genauer gesagt: auf Fahrradtour. Am Samstag, dem 02. Juni, bitten Centralstation Darmstadt, 603qm und quäntchen + glück aufs Bike und machen aus der Fahrt ins Blaue eine Fahrt ins Grüne. Treffpunkt für den Ausflug zur streng geheimen Location ist um 13 Uhr am 603qm in der Alexanderstraße Darmstadt. Sobald die DJ’s fest im Sattel sitzen, Soundsystem, Turntables, Bier und Brause auf Lastenräder gespannt sind, kommt die Party mit Beats und Bässen ins Rollen. Eine Tour mit zahlreichen Überraschungen durch Darmstadt und den jungen Sommer.
Den Strom für den Sound der Organic Disco liefert die Fahrraddisko „Morgenwelt Rocks“. Nur wenn auf den Spezialfahrrädern kräftig gestrampelt wird, drehen sich die Platten. Hinter den Turntables werden das Rebelion Soundsystem (Roots Reggae Dub), DJ Nouki, hug (Bedroomdisco/Indie), Goran + anaLog (Soul und Funk), 12 Volt Disko (Mucke auf Rädern) und Fullgazz (Naturally Electro to Swing) stehen. Und eines ist klar: Es wird getanzt und gefeiert bis in die Nacht. Nach den erfolgreichen Organic-Disco-Events der beiden letzten Jahre in der Centralstation Darmstadt geht es 2012 einen Tritt weiter: Dank umweltfreundlichster Anreise und Muskelkraft lässt die Organic-Disco-Fahrradtour erst gar kein CO2 entstehen!
Die wichtigsten Daten im Überblick:
Organic Disco – Die Fahrradtour
Wann: 02. Juni 2012
Treffpunkt: 13:00 Uhr am 603qm
Ziel: Überraschung
DJ: Überraschung
Eintritt: Freiwillige Spende
Mit freundlicher Unterstützung von ENTEGA und Alnatura
Radfahren rockt!
Mit ihrem Projekt „Morgenwelt Rocks“ wurden Björn Hansen und sein Team für den Clean Tech Media Award in Berlin nominiert. Morgenwelt wurde schon in den vergangenen Jahren für seine Projekte ausgezeichnet. Aufgrund ihrer nachhaltigen Ideen haben sie es auch dieses Jahr wieder geschafft. Was sich hinter dem vielversprechenden Namen „Morgenwelt Rocks“ verbirgt?
Strom auf dem Fahrrad erstrampeln
Eine allein von Muskelkraft betriebene Bühne, mit der Morgenwelt bundesweit tourt und auf vielen Veranstaltungen zu Gast ist. Wenn ihr euch fragt, wie diese Bühne funktioniert: ihr werdet selbst Teil der Show! Auf Fahrrädern vor der Bühne wird in die Pedale getreten und somit Strom für die Bühnenshow erzeugt. Wenn die Partygäste aufhören zu strampeln, dann gibt’s keinen Strom und die Musik geht aus. Neugier geweckt?
Hier voten!
Am 5. und 6. Mai habt ihr auf der Nachhaltica, dem Umweltfestival in Elmshorn, das nächste Mal die Möglichkeit, das einzigartige Projekt zu bewundern. Und ein Teil davon zu werden.
Unter cleantech-award.umwelthauptstadt.de könnt ihr aber schon heute für Morgenwelts Projekt voten, damit der Clean Tech Media Award an sie geht. Wir finden „Morgenwelt Rocks“ hat die Auszeichnung verdient. Was sagt ihr dazu?
Vegetarisch Grillen in Darmstadt
Jetzt wo der Winter sich endlich verabschiedet hat und die Frühlingssonne gemächlich zwischen aprilesken Regenschauern hervorlugt, wird ein Thema wieder ganz groß: grillen. Weiterlesen →
Grün, grün, grün sind alle meine Festivals…
Der Sommer naht. Und mit ihm so viele Dinge, die wir lieben. Erdbeeren, Schwimmen gehen, Sonnenschein, Eis essen… Und Festivals. Wir lieben die Musik, die Geselligkeit, das Zelten und das Feiern. Nebeneffekte wie das Waten durch knöchelhohen Abfall und die Anfahrt mit gefühlt tausend Autos sehen wir dabei oft nicht. Doch genau diese Punkte gehören zu den Schattenseiten eines Festivals. Moment, ich berichtige: gehörten.
Schon seit Jahren bemühen sich diverse Festivalveranstalter in Deutschland um die Nachhaltigkeit ihrer allseits beliebten Feste. Ziel ist es, die Umwelt zu schonen und gleichzeitig Spaß zu haben. Denn dafür sind Festivals letzten Endes doch da. Zum Spaß haben.
Melt! Grün heißt nicht gleich klein und unbekannt.
Ganz vorne mit dabei, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, ist das Melt!- Festival, das vom 13. bis zum 15. Juli in Gräfenhainichen stattfindet und bereits seit 1997 veranstaltet wird. In dieser Zeit hat es einige Preise abgesahnt. Dieses Jahr kam ein ganz besonderer dazu: der „YOUROPE Green’n’Clean Festival of the Year Award“. Doch wie kommt man an so eine Auszeichnung?

13.- 15. Juli in Gräfenhainichen auf dem Ferropolis-
Gelände
3-Tages-Ticket 126€
www.meltfestival.de
Von Studenten, für Studenten.
Und für alle anderen – lunatic.
Da gibt es zum Beispiel das lunatic-Festival, das vom 1. bis 2. Juni in Lüneburg stattfindet und ganz eindeutig ebenfalls zu den grünen Festivals in Deutschland gehört. Seit 2004 bemühen sich die Veranstalter, allesamt Studenten der Uni Lüneburg, darum. Und mithilfe eines „Schlachtplans“, der Recyclingpapier für Werbemittel, Bioprodukte für die Feiernden und Künstlervideos, die auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam machen, vorsieht, wurde er umgesetzt.
Ein kleines, aber sehr feines Festival, das Studenten und weniger bekannte Musiker fördert. Und größere Acts wie den Rapper Marteria auf die Bühne bringt. Für wenig Geld, aber einen guten Zweck.
1.- 2. Juni in Lüneburg auf dem Campusgelände der Uni Lüneburg
3-Tages-Kombiticket 33€, Tagestickets 24€
www.lunatic-festival.de
“Grün rockt!” – das Hurricane- Festival.
Zu guter Letzt soll hier das Hurricane näher betrachtet werden. Denn auch dieses sehr bekannte Musikfest in Scheeßel, das dieses Jahr vom 22. bis 24. Juni stattfindet, arbeitet seit längerem an einer umweltfreundlicheren Umsetzung. Schon 1997 wurden die Pfandbecher eingeführt und der Verkehr rund um das Gelände genauestens reguliert, um den CO2-Ausstoß so gering wie möglich zu halten.
Der Müllpfand, der Fahrradparkplatz, die Reduzierung der Printmedien und ausschließlich Wasser von VcA sind nur eine kleine Auswahl der Dinge, die seitdem für mehr Nachhaltigkeit unternommen wurden.
Eine tolle Idee am Rande: wer neue Ideen zur Verbesserung hat, kann eine E-Mail an die Veranstalter senden und sich aktiv einbringen.
22.- 24. Juni im Eichenring bei Scheeßel
3-Tages-Kombiticket 135€
www.hurricane.de
So, wer nun noch glaubt, Festivalkultur und Umweltbewusstsein lassen sich nicht vereinen, der kann sich ja die Line-Ups der hier vorgestellten Festivals ansehen und sich ein Ticket gönnen. Selbst überzeugen ist immer noch am besten. Und macht mehr Spaß. Vor allem auf einem Festival.
In diesem Sinne: Lasst die Festivalsaison beginnen!
Organic Disco zieht Klimabilanz
Kirsten Koch-Schäfer, HSE, (r.) und Georg Schattney, Forest Carbon Group, (2.v.r) überreichen Tobias Reitz (2.v.l.) und Michael Bode-Böckenhauer, Centralstation, (l.) das Zertifikat über den CO2-Ausgleich
Wie nachhaltig war die „nachhaltigste Party der Stadt“ wirklich? Am 9. September 2011 feierten in der Centralstation Darmstadt mehr als 650 Besucher die zweite Organic Disco. Gemeinsam mit der Centralstation, unserem Hauptsponsor Entega und ihrem Schwesterunternehmen Forest Carbon Group haben wir nun Klimabilanz gezogen und den CO2e-Fußabdruck der Party berechnet.
Das Ergebnis wurde am Mittwoch, dem 1. Februar, im Rahmen eines Pressegesprächs in der Lounge der Centralstation Darmstadt präsentiert: Durch die Maßnahmen, von Fahrraddisko bis Fahrradparkplatz, ist uns gelungen, die Menge der Treibhausgasemissionen um fast 20 Prozent zu senken. Emissionen, die nicht vermieden werden konnten, werden mit freundlicher Unterstützung der Entega durch Investitionen in Aufforstungs- und Waldschutzprojekte kompensiert.
Fast alles, was zu einer guten Party gehört, war in der Organic Disco klimafreundlicher als bei gewöhnlichen Veranstaltungen dieser Größenordnung. Flyer und Plakate wurden klimaneutral in Darmstadt gedruckt, die Speisekarte der Imbissbude um vegetarische Snacks ergänzt und Live-Act Ricoloop reiste mit dem Zug nach Darmstadt.
Zudem wurde nicht nur Energie gespart, sondern auch gewonnen: Wer auf dem Sustainable Dance Floor tanzte oder auf der europaweit einzigartigen Fahrraddisko strampelte, half mit, Strom zu erzeugen. Da die Centralstation jedoch ohnehin Ökostrom bezieht, was allein an diesem Abend rund 150 Kilogramm Treibhausgase einsparte, fiel dies weniger ins Gewicht als das Mobilitätskonzept der Organic Disco.
Der Fahrradparkplatz im Carree mit kostenlosem Putz- und Pump-Service animierte jeden fünften Besucher der Organic Disco klimaschonend per Rad zur Centralstation zu kommen. Fahrgemeinschaften wurden vom Social Mobility Network flinc mit einem kostenlosen Parkticket belohnt und die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln war im Ticketpreis inbegriffen.
So konnten nach den Berechnungen der Forest Carbon Group rund 690 Kilogramm CO2 eingespart werden. Dies zeigt, dass die Mobilität der Gäste nicht nur der größte Verursacher von CO2 ist (72 Prozent der Gesamtemissionen), sondern von den untersuchten Komponenten (Energie, Mobilität, Übernachtungen, Gastronomie, Druck- und Merchandising, Müll und Abwasser) auch das größte Einsparpotenzial bietet.
Ohne die Maßnahmen, so die Schätzungen der Forest Carbon Group, hätte die Organic Disco 5.734 Kilogramm CO2e verursacht. Trotz aller Bemühungen bleiben unter dem Strich 4.665 Kilogramm CO2e, die die Veranstalter nicht vermeiden konnten. Pro Besucher entspricht dies etwa 6 Kilogramm CO2e. Zum Vergleich: Durchschnittlich verursacht ein Bundesbürger rund 30 Kilogramm CO2e pro Tag. Um das vom Weltklimarat festgelegte Ziel, die Erderwärmung von 2° C gegenüber dem vorindustriellen Wert nicht zu überschreiten, muss die tägliche Menge der Treibhausgasemissionen eines Menschen bis zum Jahr 2050 auf unter fünf Kilogramm reduziert werden.
Die nachhaltigste Party der Stadt ist also noch lange nicht nachhaltig genug. Doch sie ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung – auch und gerade weil sie Partygäste und Veranstalter dazu inspiriert, den Umweltgedanken der Party mit nach Hause zu nehmen. Deshalb sind wir stolz darauf, diesen Stein ins Rollen gebracht zu haben: Heute verkündete die Centralstation, binnen zwei Jahren zum klimaneutralen Kulturzentrum zu werden – eine Organic Disco, die bleibt. Wir wünschen alles gute auf diesem Weg!
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Infobox: Was sind CO2e?
Der Begriff Treibhausgasemissionen fasst alle gasförmigen Stoffe zusammen, für die vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), im Deutschem häufig als „Weltklimarat“ bezeichnet, ein Koeffizient für das Treibhauspotential definiert wurde. Der Carbon Footprint beinhaltet die im Kyoto-Protokoll von 1992 festgehaltenen, wichtigsten Treibhausgase. Neben Kohlendioxid (CO2) werden auch Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW, PFKW) und Schwefelhexanfluorid (SF6) berücksichtigt. Entsprechend ihrer Klimaschädlichkeit werden die Treibhausgase in Kohlendioxidäquivalente (CO2e) umgerechnet. Kohlendioxid dient hierbei als Referenz. CO2 ist zwar nicht das treibhausschädlichste Produkt, es wird jedoch am häufigsten emittiert. Man ordnet den Treibhausgasen einen Zahlenwert zu, der die Relation zu Kohlendioxid in Bezug auf seine Klimaschädlichkeit ausdrückt. Die Emission von Methangasen ist beispielsweise 23-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid.
Tags: Centralstation, CO2, Entega, Forest Carbon Group, Fußabdruck
Green Club Index: Wie klimafreundlich ist dein Club?
Der Club ist voll, aber ist er auch voll klimafreundlich? Die Green Music Initiative checkt aus, wie es um Stromverbrauch und CO2-Produktion von Clubs und Diskos im Rhein-Main-Gebiet steht.
Aus den Ergebnissen soll der Green Club Index Rhein-Main entstehen. Unterstützt wird die Green Music Initative dabei von acht Studenten des Studiengangs Online-Journalismus der Hochschule Darmstadt.
Und was haben die Clubs von der Aktion? Sie erfahren, wie klimafreundlich ihre Bude wirklich ist, und bekommen Tipps, was sie besser machen können – kostenlos!
Nicht nur Klimakiller, auch Kostenfaktor
Eine normale Diskothek produziert circa 90 Tonnen CO2 im Jahr. Damit könnte man laut der Green Music Initiative auch 40 Drei-Personen-Haushalte mit Strom versorgen. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern verursacht auch hohe Kosten von bis zu 40.000 Euro im Jahr.
Feierabend? Licht aus!
Dabei geht es oft um ganz praktische Fragen: Sind Kühlschrank und Belüftungsanlage richtig eingestellt? Brennt die Festbeleuchtung noch, obwohl der letzte Gast längst von der Tanzfläche nach Hause geschwoft ist?
Vier Clubs konnte das Team schon von der Aktion überzeugen: Neben den Frankfurter Clubs „Travolta” und „Das Bett” ist auch das „50 Grad“ aus Mainz und das „Cubique“ aus Wiesbaden dabei.
Clubbetreiber, die Interesse haben, bei der Aktion mitzumachen, sind willkommen und können sich auf greenclubindex.de melden.
Feats Per Minute: We love Wheenyl
Ob es unser Plakat war, das die drei Designer Merel Sloother, Liat Azulay and Pieter Frank de Jong zu “Feats Per Minute” inspirierte? Wir wissen es nicht. Was wir wissen: Das Fahrrad, das heute im Daily Good, dem immer wieder lesenswerten und inspirierenden Newsletter von good.is vorgestellt wurde, ist der Hit!
Die Niederländer haben aus einem 30 Jahre alten Alpina-Bike, das sie für schlappe 65 Euro in Deutschland kauften, einen derben Plattenspieler auf Rädern gebaut. Keine leichte Aufgabe: Wie lassen sich die “Wheenyl” wechseln? Und wie lässt sich verhindern, dass beim Radeln über frostgeplagte Straßen die Nadel nicht von Rille zu Rille springt? Die Designer haben Antworten gefunden und präsentieren den Prototypen des Bikes in der stylishen “low-tech”-Variante: Einzig eine 9-Volt-Batterie unterstützt den Verstärker – ansonsten dreht sich alles ganz analog. Um zu hören, was ins Plattenrad gespannt wird, muss man mit der richtigen Geschwindigkeit, den richtigen “Feats per Minute” radeln. Ein selbstgebautes Horn, das aussieht wie ein röhrender Auspuff, gibt dem Sound mehr Volumen.
Was ein Teil! Wir sagen: Fake-Fuchsschwanz an den Lenker und ab damit zur nächsten Organic Disco. Mit dem Teil bist du der König der Straße und der Held auf dem Fahrradparkplatz – vorausgesetzt du kommst mit den richtigen “Feats Per Minute”!
Was ist Nachhaltigkeit?
Heute ist einfach alles nachhaltig: Autos, Computer, selbst Ölkonzerne und Banken, politische Strategien sowieso. Längst ist Nachhaltigkeit zu einem schwammigen Modewort verkommen. Inflationär wird es in jedem Werbetext benutzt. Und auch wir treten mit dem Ziel an, die „nachhaltigste“ Party der Stadt zu feiern. Doch was heißt Nachhaltigkeit eigentlich und was bedeutet es für für die Organic Disco?
Facing the future
Entstanden ist der Begriff bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der mitteleuropäischen Forstwirtschaft und bedeutete seinerzeit, nur so viel Holz zu fällen wie durch Neupflanzungen nachwachsen kann (vgl. Jonker et al., 2011: 143).
Im Brundtland-Bericht aus dem Jahr 1987 wurde Nachhaltigkeit erstmals als Prozess definiert, welcher die „Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen nicht befriedigen können“ (Hauff, 1987: 46). Die Autorin Gro Harlem Brundtland (emalige norwegische Umweltministerin und damalige Ministerpräsidentin) war sich bewusst, welcher schwierigen Aufgabe sie sich mit diesem Bericht und der Definition von Nachhaltigkeit gestellt hat: „In the final analysis, I decided to accept the Challenge. The challenge of facing the future, and of safeguarding the interests of coming generations. For it was abundantly clear: We needed a mandate for change.” (Brundtland, 1987: S. 12).
Es geht um Gerechtigkeit
Doch was wollten Brundtland und ihr Team ändern? Es ging ihnen nicht nur darum, die Umwelt zu schützen und Ressourcen zu schonen, es ging ebenso darum, den ins Absurde steigende Konsum und unnötigen Energieverbrauch zu stoppen. Es ging ihnen um Gerechtigkeit. Gegenüber der Natur und gegenüber anderen Menschen.
Fünf Jahre später beschlossen 178 Staaten in Rio de Jainero auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung die „Agenda 21“ und wollten so den Forderungen des Brundtland-Berichtes Taten folgen lassen, indem sie das Leitbild der Nachhaltigkeit gestärkt und die Ziele der Industrie- und Entwicklungsländer zusammengeführt haben. Gleichzeitig definierten sie den Begriff: „Nachhaltigkeit kann nicht isoliert ökologisch betrachtet werden, sondern hängt immer gleichzeitig mit sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen und Fragen zusammen.“
Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales
Nachhaltigkeit wird deshalb häufig als Dreieck dargestellt – jede Seite repräsentiert einen der gleichwertigen Eckpfeiler: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Inzwischen wurde das Modell vielfach abgewandelt und ergänzt, hat aber immer noch Gültigkeit.
Nachhaltigkeit bedeutet also zum einen das Ökosystem zu erhalten (Umwelt), da es die Grundlage des menschlichen Lebens darstellt. Zum anderen ökonomisch gleichmäßig zu handeln (Wirtschaft), um die gewünschte Lebensqualität aufrechtzuerhalten. Dies verlangt, Produktion und Konsum so umzustellen, dass sie als nachhaltig bezeichnet werden können. Zuletzt geht es um die Komponente sozial gerecht zu handeln (Gesellschaft), was ebenso nach sich zieht, in Gesundheit, Sicherheit, Bildung und Menschenrechte zu investieren (vgl. Jonker et al., 2011: 144 und M. von Hauff, Kleine, 2009: 18ff).
Schon im Brundtland-Bericht wird betont, dass es vor allem die Wirtschaft ist, die Umdenken muss. „What is needed now is a new era of economic groth that is forceful and at the sametime socially and environmentally sustainable.” Damit meinte Brundtland nicht nur Regierungen, sondern alle „from the one-person business to the great mutlinational company”(Brundtland, 1987: S. 14).
Wie man die Welt rettet? Mit Spaß!
Wir als Veranstalter der Organic Disco glauben, Unternehmen zum nachhaltigen Handeln zu bewegen, ist nicht durch Zwang und nicht allein durch politische Vorgaben zu erwirken, sondern vorallem dadurch, dass sie erkennen, welche Vorteile darin liegen: glückliche Mitarbeiter und zufriedene Kunden = Multiplikatoren = mehr glückliche Mitarbeiter und mehr zufriedene Kunden.
Die Organic Disco will zeigen, wie’s geht: Ihr Ziel ist es, wirtschaftlich erfolgreich zu sein (ohne dabei jemanden auszubeuten) und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Dieses Prinzip versuchen wir mit der Organic Disco Sponsoren, Veranstaltern und unseren Partygästen näher zu bringen.
A call for Action!
„Das Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist es, dem Einzelnen Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben, die es ihm ermöglichen, aktiv und eigenverantwortlich die Zukunft mit zu gestalten”, heißt es auf dem Webportal „Bildung für nachhaltige Entwicklung” der UNESCO-Kommission. Auch wenn uns das Wörtchen „aktiv“ ein Greul – weil ebenfalls inflationär verwendet – ist, schließen wir uns diesem Ziel an.
Wir wollen selbst helfen, die Welt ein bisschen besser zu machen und anderen Menschen zeigen, dass sie es auch können. Hier und Jetzt. Oder um es in Brundtlands Worten zu sagen: „But to keep options open for future generations, the present generation must begin now, and begin together.“ In der Organic Disco zu tanzen, ist für uns der erste gemeinsame Schritt.
PS: Eine interessante Annäherung an den Begriff Nachhaltigkeit gibt’s in diesem Filmchen vom ZDF.
Quellen
Brundtland, Gro Harlem (1987): Brundtland-Bericht
Hauff, Michael von/Kleine, Alexandro (2009): Nachhaltige Entwicklung: Grundlagen und Umsetzung. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag.
Hauff, Volker (1987): Unsere gemeinsame Zukunft: Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung. Greven: Eggenkamp.
Jonker, Jan/Stark, Wolfgang/Tewes, Stefan (2011): Corporate Social Responsibility und nachhaltige Entwicklung: Einführung, Strategie und Glossar. Berlin/Heidelberg: Springer Verlag.
Kreibich, Rolf (1996): Nachhaltige Entwicklung: Leitbild für die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Weinheim und Basel: Beltz Verlag.
Eco Clubbing
Die Welt retten. Das wär’s. Aber wie? Eco Clubbing heißt die Antwort. Das Ziel dieser Bewegung: ohne Zeigefinger und Ermahnungen Menschen dazu bewegen, die Welt zu verbessern.
Wer will denn nicht die Umwelt schützen, CO2 einsparen und seinen Enkeln eine gesunde Erde hinterlassen? Eben. Das Problem ist nur, Menschen wollen Spaß haben und ihr Leben normal leben, ohne auf etwas zu verzichten. Die Lösung: Eco Clubbing. Die Bewegung greift genau dieses Problem auf und macht es zu seinem Vorteil. Mit guter Laune und Musik wird vermittelt, dass Klimaschutz Spaß machen kann. Für die Organic Disco heißt das zum Beispiel, das der Strom durch Tanzen erzeugt wird und Gäste, die mit dem Fahrrad zur Party kommen, belohnt werden.
Die Silent Climate Parade
Die Organic Disco ist aber nicht die einzige Veranstaltung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Die Silent Climate Parade verbindet Tanz und stillen Protest, um auf das Thema Klimaschutz aufmerksam zu machen.
Das Coachella Festival
Auch auf dem Coachella Festival gibt es eine Bühne, die nur mit Energie der Zuschauer betrieben wird. Diese können entscheiden, ob sie radeln, im Hamsterrad laufen oder an Kurbeln drehen wollen, um die Musik am Laufen zu halten. Auch beim Thema Recycling hat das Festival-Team eine gute Idee umgesetzt: Wer zehn leere Wasserflaschen zum Getränkestand bringt, bekommt eine volle Flasche Wasser gratis dafür. So bleibt das Festivalgelände sauber.
Die Recycling-Party
Die Europäische Recycling-Plattform (ERP) und das Fair-Trade Musiklabel NoMajorMusik veranstalten gemeinsam Partys mit ganz besonderer Eintrittskarte: Elektroschrott. Bebero Lehmann erklärt auf reverb wie das funktioniert und stellt noch einige andere nachhaltige Partykonzepte vor.















