Green Club Index: Wie klimafreundlich ist dein Club?
Der Club ist voll, aber ist er auch voll klimafreundlich? Die Green Music Initiative checkt aus, wie es um Stromverbrauch und CO2-Produktion von Clubs und Diskos im Rhein-Main-Gebiet steht.
Aus den Ergebnissen soll der Green Club Index Rhein-Main entstehen. Unterstützt wird die Green Music Initative dabei von acht Studenten des Studiengangs Online-Journalismus der Hochschule Darmstadt.
Und was haben die Clubs von der Aktion? Sie erfahren, wie klimafreundlich ihre Bude wirklich ist, und bekommen Tipps, was sie besser machen können – kostenlos!
Nicht nur Klimakiller, auch Kostenfaktor
Eine normale Diskothek produziert circa 90 Tonnen CO2 im Jahr. Damit könnte man laut der Green Music Initiative auch 40 Drei-Personen-Haushalte mit Strom versorgen. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern verursacht auch hohe Kosten von bis zu 40.000 Euro im Jahr.
Feierabend? Licht aus!
Dabei geht es oft um ganz praktische Fragen: Sind Kühlschrank und Belüftungsanlage richtig eingestellt? Brennt die Festbeleuchtung noch, obwohl der letzte Gast längst von der Tanzfläche nach Hause geschwoft ist?
Vier Clubs konnte das Team schon von der Aktion überzeugen: Neben den Frankfurter Clubs „Travolta” und „Das Bett” ist auch das „50 Grad“ aus Mainz und das „Cubique“ aus Wiesbaden dabei.
Clubbetreiber, die Interesse haben, bei der Aktion mitzumachen, sind willkommen und können sich auf greenclubindex.de melden.
Feats Per Minute: We love Wheenyl

Ob es unser Plakat war, das die drei Designer Merel Sloother, Liat Azulay and Pieter Frank de Jong zu “Feats Per Minute” inspirierte? Wir wissen es nicht. Was wir wissen: Das Fahrrad, das heute im Daily Good, dem immer wieder lesenswerten und inspirierenden Newsletter von good.is vorgestellt wurde, ist der Hit!
Die Niederländer haben aus einem 30 Jahre alten Alpina-Bike, das sie für schlappe 65 Euro in Deutschland kauften, einen derben Plattenspieler auf Rädern gebaut. Keine leichte Aufgabe: Wie lassen sich die “Wheenyl” wechseln? Und wie lässt sich verhindern, dass beim Radeln über frostgeplagte Straßen die Nadel nicht von Rille zu Rille springt? Die Designer haben Antworten gefunden und präsentieren den Prototypen des Bikes in der stylishen “low-tech”-Variante: Einzig eine 9-Volt-Batterie unterstützt den Verstärker – ansonsten dreht sich alles ganz analog. Um zu hören, was ins Plattenrad gespannt wird, muss man mit der richtigen Geschwindigkeit, den richtigen “Feats per Minute” radeln. Ein selbstgebautes Horn, das aussieht wie ein röhrender Auspuff, gibt dem Sound mehr Volumen.
Was ein Teil! Wir sagen: Fake-Fuchsschwanz an den Lenker und ab damit zur nächsten Organic Disco. Mit dem Teil bist du der König der Straße und der Held auf dem Fahrradparkplatz – vorausgesetzt du kommst mit den richtigen “Feats Per Minute”!
Was ist Nachhaltigkeit?
Heute ist einfach alles nachhaltig: Autos, Computer, selbst Ölkonzerne und Banken, politische Strategien sowieso. Längst ist Nachhaltigkeit zu einem schwammigen Modewort verkommen. Inflationär wird es in jedem Werbetext benutzt. Und auch wir treten mit dem Ziel an, die „nachhaltigste“ Party der Stadt zu feiern. Doch was heißt Nachhaltigkeit eigentlich und was bedeutet es für für die Organic Disco?
Facing the future
Entstanden ist der Begriff bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der mitteleuropäischen Forstwirtschaft und bedeutete seinerzeit, nur so viel Holz zu fällen wie durch Neupflanzungen nachwachsen kann (vgl. Jonker et al., 2011: 143).
Im Brundtland-Bericht aus dem Jahr 1987 wurde Nachhaltigkeit erstmals als Prozess definiert, welcher die „Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen nicht befriedigen können“ (Hauff, 1987: 46). Die Autorin Gro Harlem Brundtland (emalige norwegische Umweltministerin und damalige Ministerpräsidentin) war sich bewusst, welcher schwierigen Aufgabe sie sich mit diesem Bericht und der Definition von Nachhaltigkeit gestellt hat: „In the final analysis, I decided to accept the Challenge. The challenge of facing the future, and of safeguarding the interests of coming generations. For it was abundantly clear: We needed a mandate for change.” (Brundtland, 1987: S. 12).
Es geht um Gerechtigkeit
Doch was wollten Brundtland und ihr Team ändern? Es ging ihnen nicht nur darum, die Umwelt zu schützen und Ressourcen zu schonen, es ging ebenso darum, den ins Absurde steigende Konsum und unnötigen Energieverbrauch zu stoppen. Es ging ihnen um Gerechtigkeit. Gegenüber der Natur und gegenüber anderen Menschen.
Fünf Jahre später beschlossen 178 Staaten in Rio de Jainero auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung die „Agenda 21“ und wollten so den Forderungen des Brundtland-Berichtes Taten folgen lassen, indem sie das Leitbild der Nachhaltigkeit gestärkt und die Ziele der Industrie- und Entwicklungsländer zusammengeführt haben. Gleichzeitig definierten sie den Begriff: „Nachhaltigkeit kann nicht isoliert ökologisch betrachtet werden, sondern hängt immer gleichzeitig mit sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen und Fragen zusammen.“
Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales
Nachhaltigkeit wird deshalb häufig als Dreieck dargestellt – jede Seite repräsentiert einen der gleichwertigen Eckpfeiler: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Inzwischen wurde das Modell vielfach abgewandelt und ergänzt, hat aber immer noch Gültigkeit.
Nachhaltigkeit bedeutet also zum einen das Ökosystem zu erhalten (Umwelt), da es die Grundlage des menschlichen Lebens darstellt. Zum anderen ökonomisch gleichmäßig zu handeln (Wirtschaft), um die gewünschte Lebensqualität aufrechtzuerhalten. Dies verlangt, Produktion und Konsum so umzustellen, dass sie als nachhaltig bezeichnet werden können. Zuletzt geht es um die Komponente sozial gerecht zu handeln (Gesellschaft), was ebenso nach sich zieht, in Gesundheit, Sicherheit, Bildung und Menschenrechte zu investieren (vgl. Jonker et al., 2011: 144 und M. von Hauff, Kleine, 2009: 18ff).
Schon im Brundtland-Bericht wird betont, dass es vor allem die Wirtschaft ist, die Umdenken muss. „What is needed now is a new era of economic groth that is forceful and at the sametime socially and environmentally sustainable.” Damit meinte Brundtland nicht nur Regierungen, sondern alle „from the one-person business to the great mutlinational company”(Brundtland, 1987: S. 14).
Wie man die Welt rettet? Mit Spaß!
Wir als Veranstalter der Organic Disco glauben, Unternehmen zum nachhaltigen Handeln zu bewegen, ist nicht durch Zwang und nicht allein durch politische Vorgaben zu erwirken, sondern vorallem dadurch, dass sie erkennen, welche Vorteile darin liegen: glückliche Mitarbeiter und zufriedene Kunden = Multiplikatoren = mehr glückliche Mitarbeiter und mehr zufriedene Kunden.
Die Organic Disco will zeigen, wie’s geht: Ihr Ziel ist es, wirtschaftlich erfolgreich zu sein (ohne dabei jemanden auszubeuten) und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Dieses Prinzip versuchen wir mit der Organic Disco Sponsoren, Veranstaltern und unseren Partygästen näher zu bringen.
A call for Action!
„Das Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist es, dem Einzelnen Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben, die es ihm ermöglichen, aktiv und eigenverantwortlich die Zukunft mit zu gestalten”, heißt es auf dem Webportal „Bildung für nachhaltige Entwicklung” der UNESCO-Kommission. Auch wenn uns das Wörtchen „aktiv“ ein Greul – weil ebenfalls inflationär verwendet – ist, schließen wir uns diesem Ziel an.
Wir wollen selbst helfen, die Welt ein bisschen besser zu machen und anderen Menschen zeigen, dass sie es auch können. Hier und Jetzt. Oder um es in Brundtlands Worten zu sagen: „But to keep options open for future generations, the present generation must begin now, and begin together.“ In der Organic Disco zu tanzen, ist für uns der erste gemeinsame Schritt.
PS: Eine interessante Annäherung an den Begriff Nachhaltigkeit gibt’s in diesem Filmchen vom ZDF.
Quellen
Brundtland, Gro Harlem (1987): Brundtland-Bericht
Hauff, Michael von/Kleine, Alexandro (2009): Nachhaltige Entwicklung: Grundlagen und Umsetzung. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag.
Hauff, Volker (1987): Unsere gemeinsame Zukunft: Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung. Greven: Eggenkamp.
Jonker, Jan/Stark, Wolfgang/Tewes, Stefan (2011): Corporate Social Responsibility und nachhaltige Entwicklung: Einführung, Strategie und Glossar. Berlin/Heidelberg: Springer Verlag.
Kreibich, Rolf (1996): Nachhaltige Entwicklung: Leitbild für die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Weinheim und Basel: Beltz Verlag.
Eco Clubbing
Die Welt retten. Das wär’s. Aber wie? Eco Clubbing heißt die Antwort. Das Ziel dieser Bewegung: ohne Zeigefinger und Ermahnungen Menschen dazu bewegen, die Welt zu verbessern.
Wer will denn nicht die Umwelt schützen, CO2 einsparen und seinen Enkeln eine gesunde Erde hinterlassen? Eben. Das Problem ist nur, Menschen wollen Spaß haben und ihr Leben normal leben, ohne auf etwas zu verzichten. Die Lösung: Eco Clubbing. Die Bewegung greift genau dieses Problem auf und macht es zu seinem Vorteil. Mit guter Laune und Musik wird vermittelt, dass Klimaschutz Spaß machen kann. Für die Organic Disco heißt das zum Beispiel, das der Strom durch Tanzen erzeugt wird und Gäste, die mit dem Fahrrad zur Party kommen, belohnt werden.
Die Silent Climate Parade
Die Organic Disco ist aber nicht die einzige Veranstaltung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Die Silent Climate Parade verbindet Tanz und stillen Protest, um auf das Thema Klimaschutz aufmerksam zu machen.
Das Coachella Festival
Auch auf dem Coachella Festival gibt es eine Bühne, die nur mit Energie der Zuschauer betrieben wird. Diese können entscheiden, ob sie radeln, im Hamsterrad laufen oder an Kurbeln drehen wollen, um die Musik am Laufen zu halten. Auch beim Thema Recycling hat das Festival-Team eine gute Idee umgesetzt: Wer zehn leere Wasserflaschen zum Getränkestand bringt, bekommt eine volle Flasche Wasser gratis dafür. So bleibt das Festivalgelände sauber.
Die Recycling-Party
Die Europäische Recycling-Plattform (ERP) und das Fair-Trade Musiklabel NoMajorMusik veranstalten gemeinsam Partys mit ganz besonderer Eintrittskarte: Elektroschrott. Bebero Lehmann erklärt auf reverb wie das funktioniert und stellt noch einige andere nachhaltige Partykonzepte vor.
Danke, Danke, Danke

Wir haben uns gerade die Fotos von der Organic Disco angeschaut. Dabei ist uns mal wieder bewusst geworden, wie viele Menschen uns bei den Vorbereitungen geholfen haben: vielen Dank dafür! Ihr seid großartig!
Wir sagen Dankeschön: den fleißigen Helfern auf dem Fahrradparkplatz, Rimma Khasanshina, Andreas Strack, Christine Herold, Stella Riesterer, Hannah Mischlich, Katharina Ganz, Peter Hein, Ruben Löbbert, Franzi Willbrandt, Mario Hecht, Tina Schmidt, André Dücker, Florian Siebeck, Lisa Diandra Krueger, Bebero Lehmann, Isabel Rase, Anke Schuhardt und Rebecca Sandbichler. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft so viel Hilfe bekommen, wie bei diesem Mal. Also, wenn ihr Lust habt mit uns tanzend die Welt zu retten, meldet euch!
Silent-Climate-Parade: Kopfhörer auf und lostanzen
Kreativer Klimaschutz: Durch Berlins Straßen werden diesen Samstag 1.500 Menschen tanzen – mit Kopfhörern! Die Silent-Climate-Parade am 24. September setzt ein Zeichen gegen die Klimakrise.
Wenn die Teilnehmer ab 14 Uhr über den Kurfürstendamm ziehen, sind verwirrte Blicke der Passanten vorprogrammiert – denn sie sehen tanzende Menschen, aber Musik hören sie keine. Nur die Tanzenden hören dank drahtloser Funkkopfhörer (reservier dir einen!) die Musik, die die DJs auf dem Silent-Climate-Elektromobil auflegen.
Damit die verwirrten Blicke sich nicht sofort wieder abwenden, gibt’s Plakate und Flyer zur Aufklärung.
Die Parade findet bereits zum dritten Mal statt und ist der Berliner Beitrag zum weltweiten Aktionstag „Moving Planet“ der internationalen Kampagne 350.org. Diese will „die Welt dazu inspirieren, die Herausforderung der Klimakrise anzugehen – und ihr die Dringlichkeit bewusst zu machen, aber auch die Chancen“. Alleine in Deutschland werden knapp 60 Aktionen gestartet, insgesamt beteiligen sich Projekte aus 188 Ländern.
Die „350“ steht im Mittelpunkt, weil 350 ppm (Teilchen pro Millionen) laut wissenschaftlichen Ergebnissen das CO2-Höchstmaß ist, das unsere Atmosphäre verträgt. Dieses kurze Video illustriert die Zahl:
Ein Schritt zurück, zwei Schritte vor
Drei Tage liegt sie nun zurück, die zweite Organic Disco in der Centralstation. Ein toller Sommerabend, ein großartiger Ricoloop, eine Party voller positiver Energie, so buntgrün, wie sie Darmstadt nicht alle Tage feiert.
Mit dem Nachbericht haben wir uns etwas Zeit gelassen, zum einen weil wir nach all den intensiven Wochen und Monaten eine Verschnaufpause brauchten, zum anderen weil es sich mit ein paar Tagen Abstand besser Fazit ziehen lässt. Vieles hat sich bewährt oder ist besser geworden. Doch einiges, das möchten wir nicht verschweigen, ist nicht so gelaufen, wie wir es uns gewünscht haben. Eine kleine Übersicht, die ihr gerne in den Kommentaren ergänzen könnt:
Kam mit dem Rad und strampelte Strom: Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch eröffnete die Organic Disco
Was ist besser geworden?
- Wir haben den Aufbau der Party zum Wohle aller Beteiligten von einem auf zwei Tage entschleunigt. Mehr Entspannung, mehr Pausen, mehr Wohlbefinden – auch das ist Nachhaltigkeit.
- Das Wetter. 2010 bangten wir bei leichtem Nieselregen, ob überhaupt jemand sein Fahrrad aus dem Keller holen würde, 2011 verlebten wir eine der letzten trockenen lauen Sommernächte des Jahres. Die Temperaturen, die Diskokugel, die vegane Kekse, die Wurstbude und die gemütliche Lounge aus Recycling-Möbeln sorgten für eine ausgelassene Stimmung vor der Centralstation, die wir gerne auch in der Halle gehabt hätten.
- Wir haben noch mehr Alternativen für eine klimafreundlichen Anreise der Partygäste geboten. Ein geschätztes Drittel der Partybesucher reiste mit dem Fahrrad an. Durch die Kooperation mit flinc gelang es uns zudem, einige Autofahrer zu einer umweltfreundlicheren Anreise zu animieren: Die ersten 20 Fahrgemeinschaften konnten kostenlos parken.
- Einer der Hauptkrtitikpunkte an der ersten Organic Disco war ihr Messe-Charakter. Wir haben deshalb versucht, Verkaufsstände zu reduzieren und die Party in den Mittelpunkt zu stellen. Anstatt beispielsweise einen zusätzlichen vegetarischen Imbiss zu buchen, fragten wir Martin, der jedes Wochenende mit seiner Wurstbude im Carree steht, ob er sich auf das Experiment „Vegetarische Wurst“ einlassen würde. Der Punkt Essen ist uns so wichtig, da einige der durch den Mensch verursachten CO2-Emissionen auf Fleisch- und Fischkonsum zurückzuführen sind. Die Schätzungen liegen da meist zwischen 18 und 51 Prozent. (Danke an Heiko von der Veganen Gesellschaft für den Link!) Doch überzeugte Fleischesser lassen sich von solchen Zahlen kaum beeindrucken. Die Alternative zum Fleischgenuss muss schmecken, nur dann hat sie eine Chance. Wenn am Geschmack dieser Alternative weiter gefeilt wird, werden künftig sicherlich mehr als 35 Vegie-Würstchen verkauft – und das nicht nur zur Organic Disco!
- Die Organic Disco findet inzwischen nicht nur regional, sondern in ganz Deutschland und darüberhinaus Beachtung. Wir haben uns sehr über die vielen Artikel, Beiträge und Blogposts im Vorfeld gefreut und sind stolz, dass gar Teams von Galileo (Pro7) und in.puncto (SWR) nach Darmstadt kamen, um über die nachhaltigste Party der Stadt zu berichten. Auch CNN ist von der Organic Disco begeistert. Da sie leider kein eigenes Team nach Südhessen schicken konnten, schicken wir nun Material zu ihnen – und dann geht die kleine Party in Darmstadt um den Globus.
Was hat sich bewährt?
- Die Zusammenarbeit mit unserem Hauptsponsor Entega hat sehr gut funktioniert. Durch die großzügige finanzielle Unterstützung ermöglichte Entega die Veranstaltung. Die sehr große, solarbetriebene Diskokugel, die im Auftrag des Energiedienstleisters vor der Centralstation aufgehängt wurde, ist ein Eyecatcher der zweiten Organic Disco geworden.
- Der Sustainable Dance Floor war auch in diesem Jahr der Star des Abends. Auf der optimierten Version des Strom erzeugenden Tanzbodens wurden gar mehr Joule ertanzt als im Vorjahr. Auch das Absinken der Bodenplatten konnten die Tänzer deutlicher fühlen, sodass die Erkentnis, das sie selbst Energie erzeugen noch viel stärker ins Bewusstsein der Gäste rückte.
Was muss besser werden?
- Was an dieser Disco ist Organic? Von der Werbung, über das Lichtkonzept, einem bahnfahrenden Ricoloop bis zur Zusammenstellung der Getränkekarte haben wir die Organic Disco klimafreundlicher als gewöhnliche Partys gestaltet. Wahrscheinlich ist das auf den ersten Blick gar nicht aufgefallen. Sollte es auch gar nicht. Erst auf den zweiten Blick soll klar werden, wo und wie wir bei der Party die Umwelt schonen. Damit es klar wird, wären ein paar Infotafeln sicher nicht verkehrt gewesen. Auf diesen hätten wir auch davor warnen können, dass man gar zu viel Strom auf der Fahrraddisko erstrampeln kann. Dass die Musik ausfällt obwohl geradelt wird, liegt nicht im Sinne des Erfinders.
- Als im April 2010 an einem Mittwochabend 750 Leute in die Centralstation kamen und die Organic Disco zu einem rauschenden Fest machten, glaubten wir fest daran, diese Zahl an einem Freitag oder Samstag noch toppen zu können. Haben wir aber nicht. Es kamen in diesem Jahr gar weniger Leute. Das kann vielfältige Gründe haben. An mangelndem Einsatz und mangelnder Liebe für’s Event kann es nicht gelegen haben. Wir glauben, einen entscheidenden Fehler gemacht zu haben. Die Organic Disco soll auch die Leute erreichen, die sich bislang nicht für Nachhaltigkeit interessieren. Diese Leute erreicht man nicht mit Soja-Würstchen, Fahrradparkplatz und klimaneutral gedruckten Flyern. Vielleicht hätte es neben unseren großartigen musikalischen Gästen Ricoloop und Thomas Hammann einen weiteren Headliner gebraucht. Einen, der die 200 bis 300 Leute zieht, die es an diesem Abend gebraucht hätte, um aus einer guten Party eine sehr gute Party zu machen.

Christoph Harrach von KarmaKonsum sagte nach der Veranstaltung treffend: „Es geht nicht immer darum, eine Veranstaltung quantitativ weiterzubringen, auch qualitative Verbesserungen sind wichtig.“ Quantitativ (Gästezahl) haben wir einen Schritt zurück – qualitativ zwei Schritte nach vorne gemacht. So bleibt ein Schritt in die richtige Richtung auf einem Weg von dem wir uns nicht abbringen lassen. Wir sind uns bewusst, dass auch wir selbst noch vieles besser machen können und wir arbeiten daran. Denn das Thema Nachhaltigkeit in alle Lebensbereiche zu tragen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, ist eine der wichtigsten Aufgabe unserer Generation. Die Organic Disco kann etwas bewegen: Vielleicht nicht durch eine einzelne Party, aber durch das, was bleibt. In den Köpfen der Partygäste, in den Köpfen der Clubbetreiber, in den Köpfen der Sponsoren, in den Köpfen der Menschen, die Berichte über die Party lesen, hören oder sehen. Es geht nicht um die Organic Disco. Es geht darum, dass wir alle umdenken. Wir brauchen ökologisches Bewusstsein in allen Clubs, bei allen Veranstaltungen, in allen Lebensbereichen.
Wir danken allen Menschen, Institutionen und Unternehmen, die diesen Schritt möglich gemacht haben: Der Centralstation Darmstadt, unseren Sponsoren ENTEGA, Alnatura und Telekom, unseren Kooperations- und Medienpartnern KarmaKonsum, Avocado Store, Recolution, enorm, Frankfurter Rundschau, P-Magazin, Partyamt, flinc, den Halbzeitvegetariern, Ritter Pen und LemonAid, der veganen Gesellschaft Darmstadt, den fleißigen Helfern auf dem Fahrradparkplatz, Sparrad, Baumaschinen Dietrich, Rimma Khasanshina, Andreas Strack, Christine Herold, Stella Riesterer, Hannah Mischlich, Katharina Ganz, Peter Hein, Ruben Löbbert, Franzi Willbrandt, Mario Hecht, Tina Schmidt, André Dücker, Florian Siebeck, Lisa Diandra Krueger, Bebero Lehmann, Isabel Rase, Anke Schuhardt, Rebecca Sandbichler, Wurstbuden-Martin, LichtAn:LichtAus, Ricoloop, Thomas Hammann, Morgenwelt Rocks, dem Sustainable Dance Club, der Gastro, der Technik, dem Vorverkauf und der Security des Abends, den Teams von Galileo und in.puncto und natürlich allen Gästen, die am 9. September 2011 in der Organic Disco gefeiert haben.
Live und im Blog: Der Aufbau der Organic Disco
Live gebloggt
Den Aufbau der Organic Disco haben wir live in unserem Blog und über Facebook begleitet. Hier das Protokoll dieses aufregenden Tages.
Los geht‘s
Endlich stehen alle Elemente der Organic Disco bereit: der Tanzboden, die Fahrraddisko, die Beamer für die Visuals, der Fahrradparkplatz, die Recycling-Möbel, die Wurstbude, der Kuchenstand der Veganen Gesellschaft – einfach alles. Los geht‘s, die Partygäste können kommen.
Flinc – unsere Mitfahrgelegenheit!
Das Team von Flinc ist soeben eingetroffen. Falls ihr noch nicht wisst, wie ihr nach der Party nach Hause kommt, könnt ihr hier fragen, wer in eure Richtung fährt und euch – nach der Party – mitnehmen kann.
Das hört sich gut an!
Ricoloop ist da und testet seine Platten an. Von Tanzboden und Fahrraddisko ist er schwer begeistert.
Hurra, Hurra – die Fahrraddisko ist da!
Die Fahrraddisko von Morgenwelt ist soeben eingetroffen. Wow – was für schnicke Räder! Die Räder leifern den Strom für’s DJ-Pult. Das heißt, wenn niemand strampelt, dann geht die Musik aus. Übrigens muss man für Bässe stärker in die Pedale treten als sonst. Das wird ein heißer Abend! Also für diejenigen, die strampeln…
Die Light Cubes sind fertig!
Die Light Cubes werden zusammengebaut. In ihrem ersten Leben waren sie Tische, die in der Uni standen. Heute wird Stoff drüber gespannt und unten ein LED-Strahler reingestellt und schon ist die Partybeleuchtung für die Organic Dicso fertig.
Die Recycling-Möbel
Wie sollen wir die schönen Recycling-Möbel hinstellen? Die vier Industriedesign-Studentinnen, die für die Organic Disco Möbel aus Müll gebaut haben, überlegen am Freitagmittag wie sie Abends die Möbel kombinieren wollen.
Der Tanzboden ist da!
In vielen Boxen ordentlich verpackt, wird er angeliefert und direkt vor das Pult des DJs platziert. Fünf mal fünf Meter ist er groß – viel größer als letztes Mal! Und zack – in kürzester Zeit ist er aufgebaut.
Probestellen der Recycling-Möbel
Bereits am frühen Mittwochmorgen begann sich die Centralstation zur Organic Disco zu wandeln. Vor dem ehemaligen Elektrizitätswerk installieren drei Techniker bis tief in die Nacht hinein eine überdimensionale Diskokugel, deren Spiegel-Plättchen durch Solarzellen ersetzt wurden. Die Kugel, entwickelt und installiert im Auftrag von unserem Hauptsponsor ENTEGA, erzeugt so CO2-freien Strom und dreht sich durch Akkus sogar in der Nacht.
Goodie Bags für alle!
Wir waren heute fleißig und haben 800 Goodie Bags für euch gepackt. Hm, was da wohl alles drin gelandet ist? Hier schon mal ein kleiner Einblick. Aber am besten kommt ihr morgen einfach selbst vorbei und nehmt euer eigenes Tütchen mit nach Hause.
Organic Disco 2011: Der offizielle Trailer
Seit mehr als einem halben Jahr arbeiten wir an der zweiten Organic Disco. Und wir können’s kaum abwarten bis am Freitag endlich die ersten von euch das Fahrrad in die Obhut unserer Putzer und Pumper geben und den Tanzboden zum Glühen bringen.
Gleichzeitig sind wir froh, dass uns noch ein paar Tage und Stunden für den Schlussspurt bleiben. Passend dazu gibt’s jetzt den höchstoffiziellen Organic-Disco-Trailer in bunt und in Farbe. Vielen Dank an Peter für’s Produzieren und vielen Dank euch für’s Schauen und Sharen.
Für all jene, die ihre Freunde bislang nicht überzeugen konnten, am 9. September in die Centralstation zu kommen, haben wir hier ein paar gute Argumente: Die wichtigsten Infos zur Party.
- Strom ertanzen auf dem Sustainable Dance Floor
- Erstmals in Darmstadt: Strom erstrampeln auf der Morgenwelt Rocks Fahrraddisko
- Bewachter Fahrradparkplatz mit kostenlosem Putz- und Pump-Service im Carree
- Ricoloop (live) und DJ Thomas Hammann (House, Electro)
- Solarbetriebene Discokugel von ENTEGA
- Visuals von LichtAn:LichtAus (Frankfurt)
- Das Fernsehen kommt!
- Getränkespecials
- Organic Snackbar mit Recycling-Möbeln, mit Liebe gebaut von Darmstädter Industriedesignerinnen
- Klimaneutral feiern
- Kostenlos parken mit flinc*
- Yeah! Goodie Bags für alle Gäste
- Tickets: VVK 8 EUR zzgl. Gebühren, inkl. RMV-Ticket;
AK 11 EUR, 25 Prozent Ermäßigung für Studenten
*gilt für die ersten 20 Autos in denen mindestens drei Insassen bei der Einfahrt ins Parkhaus Carree mit ORGANIC-DISCO-Tickets winken
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