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	<title>Organic Disco &#187; Grüne Hintergründe</title>
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	<description>Die nachhaltigste Party der Stadt!</description>
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		<title>Was ist Nachhaltigkeit?</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 11:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Birte Frey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Hintergründe]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; 
&#160; 
Längst ist Nachhaltigkeit zu einem schwammigen Modewort verkommen. Aber was heißt Nachhaltigkeit eigentlich und was bedeutet es für für die  Organic Disco? 
&#160;
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist einfach alles nachhaltig: Autos, Computer, selbst <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,703358,00.html">Ölkonzerne und Banken</a>, <a href="http://www.spd.de/spd_organisationen/forum-nachhaltigkeit/">politische</a> <a href="http://www.report-k.de/content/view/38266/138/">Strategien</a> sowieso. Längst ist Nachhaltigkeit zu einem schwammigen Modewort  verkommen. Inflationär wird es in jedem Werbetext benutzt. Und auch wir  treten mit dem Ziel an, die „nachhaltigste“ Party der Stadt zu feiern.  Doch was heißt Nachhaltigkeit eigentlich und was bedeutet es für für die  Organic Disco?</p>
<p><a href="http://organic-disco.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/nachhaltig.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1491" title="nachhaltig" src="http://organic-disco.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/nachhaltig.jpg" alt="" width="400" height="200" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Facing the future</h2>
<p>Entstanden  ist der Begriff bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der  mitteleuropäischen Forstwirtschaft und bedeutete seinerzeit, nur so viel  Holz zu fällen wie durch Neupflanzungen nachwachsen kann (vgl. Jonker  et al., 2011: 143).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im <a href="http://www.bne-portal.de/coremedia/generator/unesco/de/02__UN-Dekade_20BNE/01__Was_20ist_20BNE/Brundtland-Bericht.html">Brundtland-Bericht aus dem Jahr 1987</a> wurde Nachhaltigkeit erstmals als Prozess definiert, welcher die  „Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass  zukünftige Generationen ihre eigenen nicht befriedigen können“ (Hauff,  1987: 46). Die Autorin <a href="http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/gro-harlem-brundtland/">Gro Harlem Brundtland</a> (emalige norwegische Umweltministerin und damalige Ministerpräsidentin)  war sich bewusst, welcher schwierigen Aufgabe sie sich mit diesem  Bericht und der Definition von Nachhaltigkeit gestellt hat: „In the  final analysis, I decided to accept the Challenge. The challenge of  facing the future, and of safeguarding the interests of coming  generations. For it was abundantly clear: We needed a mandate for change.” (Brundtland, 1987: S. 12).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Es geht um Gerechtigkeit</h2>
<p>Doch was wollten Brundtland und ihr Team ändern? <a href="http://www.bne-portal.de/coremedia/generator/unesco/de/02__UN-Dekade_20BNE/01__Was_20ist_20BNE/Brundtland-Bericht.html">Es  ging ihnen nicht nur darum, die Umwelt zu schützen und Ressourcen zu  schonen, es ging ebenso darum, den ins Absurde steigende Konsum und  unnötigen Energieverbrauch zu stoppen. </a>Es ging ihnen um Gerechtigkeit. Gegenüber der Natur und gegenüber anderen Menschen.</p>
<p>Fünf Jahre später beschlossen 178 Staaten in Rio de Jainero auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_21">„Agenda 21“</a> und wollten so den Forderungen des Brundtland-Berichtes Taten folgen  lassen, indem sie das Leitbild der Nachhaltigkeit gestärkt und die Ziele  der Industrie- und Entwicklungsländer zusammengeführt haben.  Gleichzeitig <a href="http://www.intern.tu-darmstadt.de/dez_iv/nachhaltigkeit_2/einfhrung/index.de.jsp">definierten</a> sie den Begriff: „Nachhaltigkeit kann nicht isoliert ökologisch  betrachtet werden, sondern hängt immer gleichzeitig mit sozialen und  wirtschaftlichen Entwicklungen und Fragen zusammen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales</h2>
<p>Nachhaltigkeit wird deshalb häufig als <a href="http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeitsdreieck_1395.htm">Dreieck dargestellt</a> – jede Seite repräsentiert einen der gleichwertigen Eckpfeiler: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Inzwischen wurde das Modell vielfach <a href="http://books.google.de/books?id=QLTazBpsHbAC&amp;pg=PA77&amp;lpg=PA77&amp;dq=Nachhaltigkeitsdreieck&amp;source=bl&amp;ots=cXMd9yFSId&amp;sig=NiALzn5w4VJqH2ZJX9FFRfs5WHE&amp;hl=de&amp;ei=uwvoS6rfApyJOODEoawE&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=8&amp;ved=0CDcQ6AEwBzgK#v&amp;q=Nachhaltigkeitsdreieck&amp;f=false%20">abgewandelt und ergänzt</a>,  hat aber immer noch Gültigkeit.</p>
<p>Nachhaltigkeit bedeutet also zum einen  das Ökosystem zu erhalten (Umwelt), da es die Grundlage des menschlichen  Lebens darstellt. Zum anderen ökonomisch gleichmäßig zu handeln  (Wirtschaft), um die gewünschte Lebensqualität aufrechtzuerhalten. Dies  verlangt, Produktion und Konsum so umzustellen, dass sie als nachhaltig  bezeichnet werden können. Zuletzt geht es um die Komponente sozial  gerecht zu handeln (Gesellschaft), was ebenso nach sich zieht, in  Gesundheit, Sicherheit, Bildung und Menschenrechte zu investieren (vgl.  Jonker et al., 2011: 144 und M. von Hauff, Kleine, 2009: 18ff).</p>
<p>Schon  im Brundtland-Bericht wird betont, dass es vor allem die Wirtschaft  ist, die Umdenken muss. „What is needed now is a new era of economic  groth that is forceful and at the sametime socially and environmentally  sustainable.” Damit meinte Brundtland nicht nur Regierungen, sondern  alle „from the one-person business to the great mutlinational company”(Brundtland, 1987: S. 14).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wie man die Welt rettet? Mit Spaß!</h2>
<p>Wir als Veranstalter der Organic Disco glauben, Unternehmen zum nachhaltigen Handeln zu  bewegen, ist nicht durch Zwang und nicht allein durch politische  Vorgaben zu erwirken, sondern vorallem dadurch, dass sie erkennen,  welche Vorteile darin liegen: glückliche Mitarbeiter und zufriedene  Kunden = Multiplikatoren = mehr glückliche Mitarbeiter und mehr zufriedene Kunden.</p>
<p>Die Organic Disco will zeigen, wie’s geht: Ihr Ziel ist es, wirtschaftlich erfolgreich zu sein (ohne dabei jemanden auszubeuten) und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Dieses Prinzip versuchen wir mit der Organic Disco Sponsoren,  Veranstaltern und unseren Partygästen näher zu bringen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>A call for Action!</h2>
<p>„Das  Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist es, dem Einzelnen  Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben, die es ihm ermöglichen, aktiv und  eigenverantwortlich die Zukunft mit zu gestalten”, heißt es auf dem  Webportal „Bildung für nachhaltige Entwicklung” der UNESCO-Kommission.  Auch wenn uns das Wörtchen „aktiv“ ein Greul – weil ebenfalls  inflationär verwendet – ist, schließen wir uns diesem Ziel an.</p>
<p>Wir  wollen selbst helfen, die Welt ein bisschen besser zu machen und  anderen Menschen zeigen, dass sie es auch können. Hier und Jetzt. Oder  um es in Brundtlands Worten zu sagen: „But to keep options open for  future generations, the present generation must begin now, and begin  together.“ In der Organic Disco zu tanzen, ist für uns der erste gemeinsame Schritt.</p>
<p>PS: Eine interessante Annäherung an den Begriff Nachhaltigkeit gibt’s in diesem <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1389124/Was-soll-ich-tun%3F#/beitrag/video/1389124/Was-soll-ich-tun%3F">Filmchen vom ZDF.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><a href="http://www.bne-portal.de/coremedia/generator/unesco/de/02__UN-Dekade_20BNE/01__Was_20ist_20BNE/Brundtland-Bericht.html"><br />
Brundtland, Gro Harlem (1987): Brundtland-Bericht</a><br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.amazon.de/Nachhaltige-Entwicklung-Michael-von-Hauff/dp/3486590715">Hauff, Michael von/Kleine, Alexandro (2009): Nachhaltige Entwicklung: Grundlagen und Umsetzung. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag.</a><br />
&nbsp;<br />
Hauff, Volker (1987): <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=unsere%20gemeinsame%20zukunft%3A%20brundtland-bericht%20der%20weltkommission%20fu%CC%88r%20umwelt%20und%20entwicklung.&amp;source=web&amp;cd=4&amp;ved=0CDcQFjAD&amp;url=http%3A%2F%2Ffiles.globalmarshallplan.org%2Flturm.pdf&amp;ei=vf6fTpbCIYjm-gbEq723BQ&amp;usg=AFQjCNHefz-r-E83sGenCqaTjgmbiwnQ6Q&amp;cad=rja">Unsere gemeinsame Zukunft: Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung.</a> Greven: Eggenkamp.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.springer.com/business+%26+management/book/978-3-642-14688-6">Jonker, Jan/Stark, Wolfgang/Tewes, Stefan (2011): Corporate  Social Responsibility und nachhaltige Entwicklung: Einführung, Strategie und Glossar. Berlin/Heidelberg: Springer Verlag.</a><br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.amazon.de/Nachhaltige-Entwicklung-Leitbild-Wirtschaft-Gesellschaft/dp/3789095540">Kreibich, Rolf (1996): Nachhaltige Entwicklung: Leitbild für die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Weinheim und Basel: Beltz Verlag.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachhaltiger Nachtrag: ORGANIC DISCO spendet an myclimate</title>
		<link>http://organic-disco.de/nachhaltiger-nachtrag-organic-disco-spendet-an-myclimate/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 14:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Reitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Centralstation]]></category>
		<category><![CDATA[co2-neutral]]></category>
		<category><![CDATA[Darmstadt]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; &#160; Klimaneutral aber doch nicht frei von kleinen Klimasünden. Das war die ORGANIC DISCO. Bereits vor der Veranstaltung stand fest: Leider verursacht  auch &#8220;die nachhaltigste Party der Stadt&#8221; Kohlendioxid. &#160; &#160; Wie viele Tonnen es genau waren, wurde nun, nach der Party, gemeinsam mit der Non-Profit-Organisation myclimate ermittelt. Das Ergebnis: Die ORGANIC DISCO spendet <a href="http://organic-disco.de/nachhaltiger-nachtrag-organic-disco-spendet-an-myclimate/">[weiterlesen]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-504" href="http://organic-disco.de/odneu/?attachment_id=504"><img class="alignnone size-full wp-image-504" title="myclimate" src="http://organic-disco.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/myclimate.png" alt="" width="333" height="185" /></a></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Klimaneutral aber doch nicht frei von kleinen Klimasünden. Das war die ORGANIC DISCO. Bereits vor der Veranstaltung stand fest: <a href="http://organic-disco.de/myclimate-gegen-die-klimasuenden/">Leider verursacht  auch &#8220;die nachhaltigste Party der Stadt&#8221; Kohlendioxid</a>. </p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Wie viele Tonnen es genau waren, wurde nun, nach der Party, gemeinsam mit der <a href="http://www.myclimate.org/" target="_blank">Non-Profit-Organisation myclimate</a> ermittelt. Das Ergebnis: Die ORGANIC DISCO spendet 46,70 Euro für 1,95 Tonnen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauspotenzial" target="_blank">CO2eq</a>. Das entspricht 2,7 kg CO2 pro Partygast. Zum Vergleich: Ein Flug von Frankfurt nach Berlin setzt nach <a href="http://lufthansa.myclimate.org/DE" target="_blank">Angaben der Lufthansa</a> pro Passagier 113 kg CO2 frei.<span id="more-563"></span></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Das Geld wird in Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und  Schwellenländer investiert. Indem klimabelastende, fossile  Energiequellen durch erneuerbare Energie oder energieeffiziente  Technologien ersetzt werden, wird die selbe Menge an klimawirksamen  Emissionen, die durch die Party entstanden sind, wieder  eingespart. Die ORGANIC DISCO ist somit eine klimaneutrale Veranstaltung.</p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Für die Berechnung übermittelte die <a href="http://www.centralstation-darmstadt.de">Centralstation</a> zahlreiche Daten: Ökostrom ja oder nein, Anzahl der verkauften Getränke, Art der Snacks, Anreise der Gäste, Gesamtgewicht aller Werbemittel etc. myclimate prüfte alle Angaben auf Plausibilität und teilte die Spendensumme mit.</p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p>Trotz Fahrradparkplatz, Bio-Cocktail und vegetarischer Snacks: Anfahrt und Verpflegung der Künstler und Partygäste waren mit 93 Prozent der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauspotenzial" target="_blank">CO2eq</a>-Menge die größten Posten auf der Abrechnung. Es gibt also noch viel zu tun bis zur nächsten ORGANIC DISCO.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Klimakalypse: Wir sind das Erdoel der Zukunft</title>
		<link>http://organic-disco.de/klimakalypse-wir-sind-das-erdoel-der-zukunft/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 10:40:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kersten Riechers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[CO2-Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Gagakure]]></category>
		<category><![CDATA[globale Erderwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Kyoto]]></category>
		<category><![CDATA[Regenwald]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Weltuntergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Zeichnung und Text von Axel Röthemeyer* Seit es ihn gibt, ist der Mensch von unsäglicher Dhummheit gesegnet. Aber erst jetzt ist er soweit gediegen, jedes Lebewesen auf diesem Planeten drastisch spüren zu lassen, dass die Zerstörung unseres Planeten ganz großes Gagakure ist. Laut dem Gagakure soll man die Zerstörung des Planeten nicht wollen, denn nur <a href="http://organic-disco.de/klimakalypse-wir-sind-das-erdoel-der-zukunft/">[weiterlesen]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://organic-disco.de/klimakalypse-wir-sind-das-erdoel-der-zukunft/"><img class="alignnone size-full wp-image-320" title="klimakalypse" src="http://organic-disco.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/klimakalypse.png" alt="" width="333" height="350" /></a></p>
<p><em>Zeichnung und Text von Axel Röthemeyer*</em></p>
<p>Seit es ihn gibt, ist der Mensch von unsäglicher Dhummheit gesegnet. Aber erst jetzt ist er soweit gediegen, jedes Lebewesen auf diesem Planeten drastisch spüren zu lassen, dass die Zerstörung unseres Planeten ganz großes Gagakure ist. Laut dem Gagakure soll man die Zerstörung des Planeten nicht wollen, denn nur so kann man sicher sein, dass sie garantiert eintreten wird. Somit ist das Gagakure, dessen heiligste Pflicht im Scheitern  besteht, erwiesenermaßen die Religion für das Zeitalter der Dhummheit, unseres lieben 21. Jahrhunderts. Das Gagakure gibt uns fünf gute Nachrichten, warum wir mit dem Verhindern des menschgemachten Klimawandels scheitern werden.<span id="more-393"></span></p>
<h2>Erste gute Nachricht: Zu spät!</h2>
<p>Da es bereits zu spät ist, den Klimawandel aufzuhalten, kann man ebenso gut mitmachen. Einfach weiter Gas geben, CO₂ erzeugen, Regenwälder abholzen, Ressourcen verballern. Müll machen für unser Müllenium. Und denke immer daran: Bereue niemals Handlungen, deren Folgen Leute ausbaden müssen, die du niemals kennenlernen wirst.</p>
<h2>Die anderen vier guten Nachrichten findest du im gedruckten Party-Guide <a href="http://organic-disco.de/tickets/" target="_self">am 14. April in der ORGANIC DISCO</a>.</h2>
<p><em>* Der selbsternannte Kulturmajor Darmstadts ist Teil des Künstler­kollektivs <a href="http://darmverlag.blog.de/" target="_blank">Darmschlinger</a>. Die ORGANIC DISCO hat seinen Segen. </em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Guerilla Gardening: Idealismus oder Kommerz?</title>
		<link>http://organic-disco.de/guerilla-gardening-idealismus-oder-kommerz/</link>
		<comments>http://organic-disco.de/guerilla-gardening-idealismus-oder-kommerz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 12:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin Bernecker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Ideale]]></category>
		<category><![CDATA[Guerilla Gardener]]></category>
		<category><![CDATA[Guerilla Gardening]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Samenbomben, mit denen wir die ersten 100 radfahrenden Besucher der ORGANIC DISCO zu Guerilla Gardenern machen werden, liegen seit Montag in einer Darmstädter Gartenlaube. Bis das künftige Grün getrocknet ist, erklärt Kathrin Bernecker, diplomierte Industriedesignerin und Initiatorin  unserer erdigen Matschaktion, die Hintergründe von Guerilla Gardening. Von Kathrin Bernecker Guerilla Gardening ist eine Bewegung, die <a href="http://organic-disco.de/guerilla-gardening-idealismus-oder-kommerz/">[weiterlesen]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-301" title="guerilla-gardening-kathrin-bernecker" src="http://organic-disco.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/guerilla-gardening-kathrin-bernecker.jpg" alt="" width="333" height="223" /></p>
<p>Die Samenbomben, mit denen wir <a href="../../fahr-rad/" target="_self">die  ersten  100 radfahrenden Besucher der ORGANIC DISCO</a> zu Guerilla Gardenern machen werden, liegen seit Montag in einer Darmstädter Gartenlaube. Bis das künftige Grün getrocknet ist, erklärt Kathrin Bernecker, diplomierte Industriedesignerin und Initiatorin  unserer <a href="http://organic-disco.de/auf-gedeih-und-gewaechs-guerilla-gardening/#more-260">erdigen Matschaktion</a>, die Hintergründe von Guerilla Gardening.<span id="more-391"></span></p>
<p><em>Von Kathrin Bernecker</em></p>
<p>Guerilla Gardening ist eine Bewegung, die in den achtziger Jahren in New York entstanden ist. Eine kleine Gruppe von Eingeweihten machte sich in „Nacht und Nebel“-Aktionen auf, öffentliche Räume durch Bepflanzungsaktionen grüner zu machen und sie so, zumindest symbolisch, „zurückzuerobern“.<br />
Ihre Kritik galt dem Mangel an Grünraum in der Stadt, der mangelnden Selbstbeteiligung und persönlichen Entfaltung im städtischen Raum. Ihre „Waffen“ waren Pflanzen, dort ausgebracht, wo vorher Brachland war.<br />
Der subversive Gedanke des Guerilla Gardening sprang schnell auf andere Städte über, wurde aber, nach wie vor, von kleinen Aktivistengruppen getragen, die auf den ersten Blick ein hehres Ziel verfolgten: nämlich einen sanften Protest, manifestiert in einer bunten Pflanzenvielfalt.</p>
<p>Schaut man heute, Jahre nach dem Beginn der Bewegung, etwas genauer hin, stellt sich die Frage, was übrig ist von den eher idealistischen Motiven der ersten Stunde.<br />
Jedes Lokalblatt berichtet über nächtliche Pflanzaktionen, es gibt Anleitungen zum Guerilla Gardening für Jedermann, sogar das Magazin Vogue lichtet ihre Modestrecken in Guerilla Gardening Szenarien ab, die Models gehüllt in edle Designerstoffe. Es entsteht der Eindruck, dass Guerilla Gardening im Mainstream angekommen ist, dass es schick ist, im wahrsten Sinne en vogue, sich am subversiven Stadtgärtnern zu beteiligen.<br />
Der nächste, fast logische, Schritt in unserer Konsumgesellschaft wäre, dass sich der Kommerz der Bewegung vollends annimmt und den Menschen suggeriert, dass wer „in“ sein will, sich als Freizeit-Gartenguerillero betätigen muss und auf ein entsprechendes Angebot an neuen und angesagten Gadgets zurückgreifen kann – das nötige Equipment, ready to use, findet sich dann im Laden um die Ecke und auf den Nobelmeilen der Welt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-307" title="guerilla-gardening-flacon-kathrin-bernecker" src="http://organic-disco.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/guerilla-gardening-flacon-kathrin-bernecker.jpg" alt="" width="333" height="222" /></p>
<p>Die Ankunft des Guerilla Gardening in der Welt des Konsums pervertiert die Idee und somit auch die ursprünglichen Mittel und Methoden par excellence und bedeutet das Ende der Bewegung und ihrer Motive im ursprünglichen Sinne.<br />
In meiner Diplomarbeit soll die luxuriöse und dadurch ironisierende Darstellung des Equipments der Guerilla Gardener heute, angesiedelt im gehobenen Konsumgüterbereich, diese Entwicklung ad absurdum führen. Der Entwurf soll zum Denken anregen und die Pervertierung der Ursprungsgedanken kritisch aufzeigen.<br />
Diese Kritik an der Kommerzialisierung und der damit einher gehenden Verwässerung des ursprünglichen Gedankens des Guerilla Gardening nehmen in der Produktlinie Gestalt an.</p>
<p>In der Interpretation einer Idee liegt mehr Verantwortung als der heutigen Konsumgesellschaft zugetraut werden kann. Ohne einen stetigen Prozess der Selbstreflexion können gute Ziele in falsche Bahnen gelenkt werden.</p>
<p>Think before planting!</p>
<p>Übrigens: Guerilla Gardening ist das Titelthema im neuen <a href="http://www.p-verlag.de/">P-Magazin</a>. Sichert euch ein Exemplar mit Samentütchen und macht die Welt ein wenig blumiger!</p>
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