02. April 2012 | 0 Kommentare | Laura Reinhardt

Grün, grün, grün sind alle meine Festivals…

Der Sommer naht. Und mit ihm so viele Dinge, die wir lieben. Erdbeeren, Schwimmen gehen, Sonnenschein, Eis essen… Und Festivals. Wir lieben die Musik, die Geselligkeit, das Zelten und das Feiern. Nebeneffekte wie das Waten durch knöchelhohen Abfall und die Anfahrt mit gefühlt tausend Autos sehen wir dabei oft nicht. Doch genau diese Punkte gehören zu den Schattenseiten eines Festivals. Moment, ich berichtige: gehörten.

 

Schon seit Jahren bemühen sich diverse Festivalveranstalter in Deutschland um die Nachhaltigkeit ihrer allseits beliebten Feste. Ziel ist es, die Umwelt zu schonen und gleichzeitig Spaß zu haben. Denn dafür sind Festivals letzten Endes doch da. Zum Spaß haben.

 

Melt! Grün heißt nicht gleich klein und unbekannt.

Ganz vorne mit dabei, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, ist das Melt!- Festival, das vom 13. bis zum 15. Juli in Gräfenhainichen stattfindet und bereits seit 1997 veranstaltet wird. In dieser Zeit hat es einige Preise abgesahnt. Dieses Jahr kam ein ganz besonderer dazu: der „YOUROPE Green’n’Clean Festival of the Year Award“. Doch wie kommt man an so eine Auszeichnung?

 

Die Veranstalter des Melt! setzten sich zusammen und gründeten 2010 die Initiative M!ECO. Jedes Jahr wird so ein neues Thema zur Nachhaltigkeit abgearbeitet und das Melt! von Jahr zu Jahr grüner. Nun fragt man sich aber, wie man all das umsetzt. Die Antwort: man nehme Pfandbecher, öffentliche Verkehrsmittel, die direkt zum Festivalgelände fahren, verteilt Jutebeutel gegen abgegebenen Müll und plant einen Fahrradcorso zum Melt! Unter anderem. Denn jedes Jahr kommen neue Pläne hinzu.

 

13.- 15. Juli in Gräfenhainichen auf dem Ferropolis-
Gelände
3-Tages-Ticket 126€
www.meltfestival.de

 

Von Studenten, für Studenten.
Und für alle anderen – lunatic.

Da gibt es zum Beispiel das lunatic-Festival, das vom 1. bis 2. Juni in Lüneburg stattfindet und ganz eindeutig ebenfalls zu den grünen Festivals in Deutschland gehört. Seit 2004 bemühen sich die Veranstalter, allesamt Studenten der Uni Lüneburg, darum. Und mithilfe eines „Schlachtplans“, der Recyclingpapier für Werbemittel, Bioprodukte für die Feiernden und Künstlervideos, die auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam machen, vorsieht, wurde er umgesetzt.
 

Ein kleines, aber sehr feines Festival, das Studenten und weniger bekannte Musiker fördert. Und größere Acts wie den Rapper Marteria auf die Bühne bringt. Für wenig Geld, aber einen guten Zweck.

1.- 2. Juni in Lüneburg auf dem Campusgelände der Uni Lüneburg
3-Tages-Kombiticket 33€, Tagestickets 24€
www.lunatic-festival.de

 

“Grün rockt!” – das Hurricane- Festival.

Zu guter Letzt soll hier das Hurricane näher betrachtet werden. Denn auch dieses sehr bekannte Musikfest in Scheeßel, das dieses Jahr vom 22. bis 24. Juni stattfindet, arbeitet seit längerem an einer umweltfreundlicheren Umsetzung. Schon 1997 wurden die Pfandbecher eingeführt und der Verkehr rund um das Gelände genauestens reguliert, um den CO2-Ausstoß so gering wie möglich zu halten.
 
Der Müllpfand, der Fahrradparkplatz, die Reduzierung der Printmedien und ausschließlich Wasser von VcA sind nur eine kleine Auswahl der Dinge, die seitdem für mehr Nachhaltigkeit unternommen wurden.  
Eine tolle Idee am Rande: wer neue Ideen zur Verbesserung hat, kann eine E-Mail an die Veranstalter senden und sich aktiv einbringen.
22.- 24. Juni im Eichenring bei Scheeßel
3-Tages-Kombiticket 135€
www.hurricane.de

 

So, wer nun noch glaubt, Festivalkultur und Umweltbewusstsein lassen sich nicht vereinen, der kann sich ja die Line-Ups der hier vorgestellten Festivals ansehen und sich ein Ticket gönnen. Selbst überzeugen ist immer noch am besten. Und macht mehr Spaß. Vor allem auf einem Festival.
 

In diesem Sinne: Lasst die Festivalsaison beginnen!

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